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FARBIGER GEHT'S KAUM NOCH - Peru 2016 - Teil 1: Die weiße Stadt

Andrea | 27.01.2017 | | Peru

Los geht es zusammen mit den sechs anderen Mitstreitern, meinem Mann und dem Fotografen Gunther Wegner in drei Flügen hintereinander von Zürich über Madrid und Lima nach Arequipa, einer Andenstadt in etwa 2.400 m Höhe. Die Gruppe ist nett, lustig und sehr ambitioniert. Alle sind gut vollgepackt mit schwerem Fotoequipment. Man will ja auf nichts verzichten. Und wir werden von Anfang an nicht enttäuscht. Über dem Ort thront der Vulkan Misti. Christian, der nun in Bolivien lebt, ist unser regionaler kundiger und sympathischer Reiseführer. Hunderte von gerade noch fahrbereiten Mini-Taxis, enge Straßen, knallbunte Märkte mit herrlichen frischgepressten Fruchtsäften, fremdartige Gerüche, ein Gewusel von Menschen. Noch nie gesehenes Obst und Gemüse und das alles auf Spanisch. Manchmal auch auf Quechua, einer der vielen Landessprachen von Peru. Südamerika hat uns nun voll im Griff.

Die Herkunft des Beinamens „Die Weiße Stadt“, mit dem sich Arequipa schmückt, bezieht sich wahrscheinlich nicht auf das weiße Sillar-Gestein vulkanischen Ursprungs, mit dem viele ihrer alten historischen Gebäude erbaut wurden, sondern eher auf die hellere Hautfarbe der einstmals im Stadtzentrum lebenden spanischstämmigen Bewohner, die es den Einheimischen verboten, in der Innenstadt zu leben.​

Nachmittags besuchen wir das Kloster Santa Catalina mit seiner einzigartigen marokkanischen Architektur. Alles leuchtet in Rot und Blau kombiniert mit Weiß und Schwarz. Ein Eldorado für Fotografen, aber ziemlich schwierig, mit den richtigen Bildausschnitten und korrekter Belichtung die Motivfülle auf die Platte zu bannen. Licht und Schatten, Formen und Tiefe, Farbabstufungen ohne Ende. Es macht total Spaß. Abends dann noch von einem über der Stadt gelegenen zugigen Kirchturm aus in der "blauen Stunde" ein erstes Abend-Panorama trotz kaputter Stativhalterung.


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