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DIE FARBE LILA oder DER DUFT DER FELDER - PROVENCE 2017 - Teil 3: Die Lavendelstrasse im paradiesischen Garten Eden

Andrea | 10.08.2017 | | France

Es ist unglaublich, aber es ist wahr: Hat man einmal ein wenig die den Franzosen wohl bereits in die Wiege gelegte Ruhe und Gelassenheit sowie den damit verbundenen Geniessereigenschaften übernommen, fühlt man sich schnell wie im Paradies. Alle Nase lang gibt es am Strassenrand Obst- und Gemüsestände, wo man sich von frischen Brombeeren, Cremehonigtöpfen, Lavendelpaté über riesengrosse Knoblauchknollen, alles zu höchst erschwinglichen Preisen, ernähren kann. Oder die langgestreckten, kleinen Strassencafes fast in jedem noch so kleinem Dorf mit den harten Metallstühlen, in denen man morgens fast nur zeitungslesende, rauchende Männer mit einem Glas Rosé oder Kaffee vorfindet. Alles ist hier langsamer, gemütlicher, stressfreier. Was heute nicht geht, geht halt morgen.

Die von Sonnenlicht verwöhnten Hochplateaus, denen Ackerbau und Viehzucht seit jeher ein mosaikartiges Aussehen verliehen haben. Hier ist die wahre Wiege des Lavendels. Die manuelle und maschinelle Ernte hat gerade begonnen, und aus den Destillerien strömt der Lavendelduft; das zeugt von einem von den Vorfahren überlieferten Können - die Verarbeitung der Pflanze zu ätherischem Öl.

Achtung, wer so eine Tour plant, schön darauf achten, wo and wann jeweils der Lavendel in den verschiedenen Regionen der Provence abgeerntet wird. So steht man vor einem riesigen Feld, von Lila nichts mehr zu sehen......! Nur noch kugelrunde, grasgrüne Puschel bleiben zurück. Jedes Dorf und jede Stadt hat dort seine eigenen Lavendelfeste. Meist zum Ende der Ernte hin. Schluss mit der ganzen Pracht ist jedes Jahr der 15. August. Der Blüh-Start des Lavendels ist meist Mitte Juni.


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