Spicy Blog

IS` JA NICHT SCHARF - RAVENSFEUER AUS RAVENSBURG

Andrea | 16.04.2018 | |

Und hier kommt ganz heiß aus der Presse der zweite Blog als Fotoreportage, in der Spicy Artworks kleine, regionale Handwerks-, Produktions- oder Dienstleistungsbetriebe aus dem Bodenseekreis oder auch im weiteren Umfeld der Republik präsentiert, die ein besonderes Flair besitzen, sich außergewöhnliche Ziele gesetzt haben, seltene Produkte oder Angebote bieten, mit viel Liebe und Leidenschaft arbeiten. Mittels dieser Art von Featuring soll - kostenfrei für den jeweiligen Betrieb - ein bescheidener Beitrag zur Unterstützung dieser Unternehmen geleistet werden, damit diese noch ein wenig bekannter werden als sie es bereits schon sind. Und gleichzeitig dazu behilflich sein, dass sie auch weiterhin nachhaltig auf dem Wettbewerbsmarkt überleben können. Das "ganz Besondere" soll dabei jedoch im Vordergrund stehen. 

Fortgesetzt wird die Reportagereihe mit einem Unternehmen wiederum aus Ravensburg namens "RAVENSFEUER - FEINSTE HOT CHILI SAUCEN". Gründer und Eigentümer ist Michael Weißhaupt. Eigentlich ist er selbständiger Illustrator, Comiczeichner und Grafiker, doch seit er vor einigen Jahren die ersten feuerintensiven Erfahrungen mit Habanero-Chilischoten machte, ist er im wahrsten Sinne Feuer und Flamme von den scharfen Früchtchen.

Wir wollten wissen, was ihn denn überhaupt dazu gebracht hat, sein Unternehmen "Ravensfeuer" ins Leben zu rufen und die Saucen in eigener Regie zu produzieren. Erste Antwort: "Die scharfen Saucen auf dem Markt waren mir viel zu lasch und außerdem enthielten sie viel zu viele E-Stoffe!" Zweite Antwort: "Ich wollte etwas Selbstgemachtes herstellen und anschließend verkaufen. Überhaupt: Die Atmosphäre des gesamten Produktionsprozesses bis hin zur Übergabe an interessierte Menschen war und ist für mich Ansporn und Motivation." Dritte Antwort: "Ich liebe neben meinem "normalen" Job, eine zusätzliche kreative Beschäftigung zu haben, also etwas "Baschteliges" mit vielen Arbeitsgängen."

Seine wirklich exzellenten Chilisaucen stellt er in Handarbeit in kleinen Chargen her. Mit natürlichen Zutaten und teils raren Schoten aus aller Welt. Und sämtliche seiner originellen Labels auf den Flaschen und Fläschen werden natürlich selbst gestaltet.

Besucht haben wir "Weißi", wie er unter Freunden gerne genannt wird, am 10. April 2018 beim OpenAir-Kochen einer seiner berühmten Chilisaucen auf der Sonnenterrasse des "Hauses am See", einer Eventlocation in Ravensburg am Flappachweiher. Die Sauce heißt übrigens "TEXICAN HELL BREW". Die brodelnde, heiße Suppe - so sah es tatsächlich aus! - am heutigen Tag ergab zum Schluss in einem riesigen Topf 20 Liter Flüssigkeit, umgerechnet und später umgefüllt in 200 Flaschen á 100 ml oder 1.000 Fläschen á 20 ml.

Auf die Frage, wie eigentlich solch scharfe Chilisaucen überhaupt noch "lecker schmecken" können, bekommen wir entgegnet, dass man nach einer gewissen Gewöhnung das charakteristische Aroma der verschiedenen Chilis tatsächlich in seinem Gaumen geniessen kann. So gibt es welche, bei denen es z.B. mehr nach Aprikose oder Mango schmeckt. Überhaupt steht Obst im Vordergrund der kleinen Feuersösschen: Der Fruchtanteil (ca. 40 %) ist jeweils sehr hoch - ganz im Gegensatz zu handelsüblichen Chilisaucen, die üblicherweise nur einen Anteil von max. 10 % besitzen. Na ja, und nicht vergessen: Null künstliche Zusatzstoffe wie etwa Geschmacksverstärker oder Konzentrate.

Jede der 14 zur Zeit zum Verkauf angebotenen Saucen wird unterschiedlich zubereitet wie z.B. mit eigenerstellter Sosse aus frischer Tamarinde oder einer nordafrikanischen Gewürzmischung mit Namen "Berbere".

So gibt es z.B. eine Sauce namens "CARIBIAN CURSE", bei der eine Art karibisches Flair vorherrscht. Mit frischen Aprikosen, Limetten und exotischen Gewürzen (schwarzer Pfeffer, Kurkuma, Koriander, Lorbeerblätter, Cumin, Wacholderbeeren) zubereitet plus die Scotch Bonnet und Carolina Reaper, zwei höchst aromatische Chiliarten. Oder die "RAVENSWILD", bei der insbesondere ein Senf-, Kurkuma- und Zwiebel- und Knoblauchgeschmack im Vordergrund steht. Scharf ist sie ja eh schon.

Grundlage ist jedoch bei allen Saucen eine selbst vorbereiteter Gemüsefonds, dessen wesentliche Zutaten Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Petersilie, Petersilienwurzeln, Sellerie und Wasser sind.

In die heutige "TEXICAN HELL BREW" kam auch noch frisches Schwarzbier und mengenweise flüssiger Kaffee hinein. Der Zaubertrank wurde übrigens auf einer Wok-Station mit einem Hochleistungsgasgrill, der liebevoll als "Roaring Dragon" bezeichnet wird, zusammengerührt. Zu nah und zu lange darf man sich den darauaus wallenden knallheißen Dämpfen nicht aussetzen. Es beißt ungeheuer in den Augen und in der Kehle mit lange andauernden Hustenanfällen. "Weißi" trägt daher oft eine echte Gasmaske beim Kochen, um dem erfolgreich zu entgehen.

Das wirklich "Scharfe" kommt übrigens nicht von den niedlichen kleinen Kernen in den Chilischoten, sondern von der sog. "Placenta". Das ist die weiche, hellere Struktur um die Kerne herum im Inneren der Chili. Die Chilis selbst kommen ursprünglich allesamt aus Mittel- und Südamerika wie z.B. aus Mexiko und den karibischen Inseln. Es gibt in der Zwischenzeit über 10.000 verschiedene Sorten auf der Welt. Aktuell grösstes Anbaugebiet ist jetzt Südostasien.

Inzwischen baut der Saucenchef ein paar der benötigten Chilipflänzchen auf 290 qm im Garten der Stiftung Liebenau am Rande von Ravensburg an und freut sich schon auf die scharfen Früchte, wenn sie ab Ende des Sommers reif und so richtig feurig werden.

Die Saucen sind echt nicht nur etwas für Spezialisten, sogenannte „Chili-Heads“, sondern für Jedermann: Es gibt Schärfegrade vom Einsteiger bis zum Vollprofi. Die Saucen sind einfach ein einzigartiger Genuss und super geeignet für Marinaden und Dips, zum Würzen und Grillen.

Aktuell kann man Hot Chili-Saucen shoppen gehen bei einem Webshop unter https://www.wir-sind-oberschwaben.de/brands/ravensfeuer-feuriges-aus-ravensburg/. Ab 1. Mai 2018 gibts eine neue feurige Webseite mit Onlineshop unter https://www.ravensfeuer.de . Wer es lieber persönlich macht und alle 14 Saucen einmal durchprobieren will, der sollte den Saucenmacher Michael Weißhaupt z.B. auf dem Ravensburger Markt samstags oder auf Freitagsmarkt in Friedrichshafen besuchen.

Und schön vorsichtig sein:  Eher "unschärfer" starten und dann sich nacheinander steigern. Man "gewöhnt" sich ja daran, sagt Weißi.....

 


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