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KESCHTNRIGGL, WAS IST DAS DENN? - SÜDTIROL 2019 - Teil 3: IMPRESSIONEN AUS DEN DOLOMITEN

Andrea | 30.10.2019 | |

 

DIE UNFASSBAREN DOLOMITEN

Vor unserem Besuch in Lana und Umgebung hatten wir uns vorgenommen, noch einige schöne Eindrücke von den echt immer wieder überwältigenden Bergmassiven und -spitzen der Dolomiten fotografisch einzufangen. Dazu haben wir uns als zentralen Ausgangs- und Übernachtungspunkt Cortina d` Ampezzo für vier Tage ausgesucht, um von dort aus kleine Exkursionen zu Bergseen und besonders spannenden Fotolocations zu machen. Und bitte nicht enttäuscht sein: Allesamt sind natürlich in der erfahrenen Reise-, Wander- und Fotografenwelt längst bekannt und schon vielfach besucht worden. Nichtdestotrotz haben wir es auch noch einmal gewagt. Aus diesem Grund gibt es hier am Ende unserer Fotoreportage nur wenig Text, aber dafür umso mehr die Bilder dieser grandiosen Berg- und Seenwelt zu sehen. Und das waren unsere fotografischen Hauptziele:

 

LAGO DI LIMIDES

Westlich von Cortina über die SR 48 zum Falzarego Pass und dann den Wanderweg Nr. 441. Laufdauer (einfache Strecke) etwa 45 min Wir haben ihn gefunden, waren aber sichtlich enttäuscht. Denn ihm fehlten mindestens zwei bis drei Meter zusätzliche Wasserspiegelhöhe. Kurzum: Viel zu wenig Flüssigkeit im See. So gut wie keine Spiegelungen möglich....

 

PASSO DI GIAU

Südwestlich von Cortina d`Ampezzo über die SP 638 bis maximal Selva di Cadore und wieder zurück. Der 360 Grad-Panoramablick am Pass ist der Hammer!!

 

DREI ZINNEN

Erreichen kann man sie dank einer kurzen Mautstraße (30 Euro), die in Misurina beginnt und bis zur Auronzohütte führt. Dann vom Parkplatz auf 2.320 m Höhe Wanderung aus über den Weg Nr. 101 zur Drei-Zinnen-Hütte (oder noch weiter). Aber Achtung: Ab dem 30. September ist die Hütte geschlossen ..... Laufdauer (einfache Strecke zügigen Schrittes inkl. bergauf) immerhin 2 h.

Gesehen haben wir die berühmten Drei Zinnen nicht vollständig. Die vielen Wolken wollten sich leider nicht verziehen. Das nächste Mal laufen wir bei klarem Wetter hundertprozentig zur Drei-Zinnen-Hütte - und noch weiter. Von dort ganz hinten zu fotografieren muß ein weiterer Traum sein. Inklusive der vielen kleinen Seen und Hügeln, die es dort zu sehen gibt.......

 

LAGO ANTORNO

Der Antornosee ist ein kleiner, idyllischer Wasserspiegel auf 1.866 m eingebettet zwischen grünen, jahrhundertealten Wälder und erhabenen Bergen. Ihn erreicht man über die Straße, die von Misurina zu den Drei Zinnen führt. An diesem Tag war zuviel Wind. Daher null Spiegelungen. Auch war der See zu 75 % mit Algen bedeckt.....

LAGO DI MISURINA

Nordöstlich von Cortina über die SR 48 bis zum See. Es war definitiv zuviel Wind an diesem Tag. Nix wars mit den langersehnten Wasserspiegelungen ....

 

ST. MADDALENA UND KAPELLE ZUM HEILIGEN JOHANNES NEPOMUK IM VAL DI FUNES

Fahrtdauer von Cortina über die SR 48, SP 24, SS 244 und die SP 29 etwa 2 h. Immer wieder dankenswerte Fotomotive diese beiden kleinen Kirchen - wenn die Sonne scheint vor allen Dingen. Bei uns tat sie das leider nicht so recht .....

 

LAGO DI CAREZZA

Westsüdwestlich von Bozen gelegen. Smaragdgrün bis türkisblau, unglaublich! Aber fast alle Bäume am Ufer und in der Umgebung sind aufgrund eines Orkans im Sommer nicht mehr vorhanden. Es sieht dort jetzt leider sehr kahl aus. Wenig fotogen somit ....

Die Wasseroberfläche des Karersees ist nicht nur grün oder blau oder schwarz wie die anderen Bergseen, er schimmert in allen Farben. Die Dirlinger, die als Bergleute hier gelebt haben sollen, erklärten sich das so:

Im Karersee lebte einst eine wunderschöne Wasserfee, die oft am Ufer saß und sang.  Sie war aber sehr scheu, und sooft sich jemand dem Ufer näherte, tauchte sie schleunigst unter. Eines Tages kam nun der Hexenmeister von Mansaré vorbei, hörte die Nixe singen und veriebte sich in sie. Aber mit all seinen Zauberkünsten wollte es ihm nicht gelingen, die Seejungfrau zu entführen. Da gab ihm schließlich die Hexe Langwerda einen Rat: "Spanne einen Regenbogen vom Latemar zum Karersee. Das Nixlein wird neugierig werden und wissen wollen, was das ist. Du aber verkleidest dich in einen alten Händler, der ihm scheinbar ohne Absicht von dem Gewebe des Regenbogens erzählt, aus dem man die Luftjuwelen macht. Ist es erst bei dir, kannst du es leicht fangen." Der Zauberer befolgte den Rat, vergaß aber, seine Gestalt zu verwandeln, und die Wasserfee erkannte ihn. Sie verschwand auf Nimmerwiedersehen im See. Der Hexenmeister war darüber so erbost, dass er den Regenbogen vom Himmel riss und ihn in den See schleuderte. Dieser aber zerfloss im Wasser und breitete sich auf dem Spiegel des Sees aus. Seither nennen die Ladiner den See "Lec de Ergobardo", den "Regenbogensee".

In Wahrheit kommt das vielfarbige, ständig wechselnde Farbenspiel vom hellen Dolomitengestein am seegrund und dem geringen Algenbewuchs, das ihm seine Klarheit und Lichtdurchlässigkeit verleiht. Bis auf den Grund des Sees dringt LIcht vor.

 

UNSER VIDEO-SPECIAL ZUM ABSCHLUSS

Und als Sahnehäubchen auf diesen Reiseblog noch das wunderschöne Video

 

"SÜDTIROLER HERBSTGEFÜHLE"

zum Anschauen, Geniessen und Zuhören.

 

Südtiroler Herbstgefühle


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